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Die Tradition der Sängerbewegung in Krosno reicht bis in die Anfänge des vergangenen Jahrhunderts hin. Der Lehrer und Komponist Franciszek Konior gab den Anstoß zu Gründung eines Lehrerchors am Lehrerseminar in Krosno.
In der Zwischenkriegszeit setzte die Arbeit mit Chorgruppen der Schulinspektor Stanisław Chrzanowski fort.
Nach dem zweiten Weltkrieg machte Władysław Sokołowicz, der damalige Organist an der Pfarrkirche in Krosno Versuche, einen Chor zu gründen und wurde dann zum ersten Dirigent. Zum ersten Mäzen wurde die Finanzabteilung des Präsidiums vom Stadtnationalrat in Krosno, dann die Konsumentengesellschaft „Robotnik“ in Krosno und nach 1963 Verband der Polnischen Lehrer, Niederlassungsvorstand in Krosno.
Bis 1957 war Władysław Sokołowicz künstlerischer Leiter und Dirigent des Chors. In den Jahre 1958 – 59 arbeiteten vorübergehend Dirigenten Jan Szewczyk und Henryk Koszela mit dem Chor. Im Jahre 1960 übernahm die Leitung Tomasz Urbanek, der mit dem Chor ununterbrochen bis 1991 arbeitete. In diesem Jahr übergab er die Leitung an Renata Zajdel. Seit August 2004 leitet den Chor Mariola
Rybczak.
Die reiche Konzerttätigkeit umfasst begrenzt sich nicht nur auf die Region von Krosno. Der Chor gab über 1000 Konzerte in vielen Städten Polens und im Ausland. Der Chor konzertiert auch bei staatlichen und kirchlichen Feierlichkeiten.
Es wird ein künstlerischer Austausch mit ausländischen Gruppen geführt – Slowakei (Svidnik, Bardejov, Kosice, Humenne, Brezno), Ungarn (Tiszavasvari, Miskolc, Szerencs, Niyregyhaza), Belgien (Aubange), Österreich (Mödling bei Wien), Ukraine (Lemberg, Krzemieniec) und mit zahlreichen polnischen Choren. In seinem Spielplan hat der Chor über 300 Werke von polnischen und ausländischen Komponisten aus der Zeit vom Mittelalter bis ins Moderne, darunter Psalmen, Madrigalen, Lieder, Oratorienfragmente, Messen, Volksmelodien in künstlerischer Bearbeitung, polnische und ausländische Tanzformen usw.
Durch die Initiative des gegenwärtigen Chorvorsitzenden Andrzej Wilk werden in Krosno seit 1999 das Euroregionale Weihnachtsliederkonzert „Soli Deo Gloria“ mit Beteilinung von ausländischen Choren, der Abend der Dichtung und der Lieder „Ave Maria“ mit Solistenbeteiligung sowie Konterte zu Päpstlichen Tagen veranstaltet. Ein sehr wichtiges Ereignis in der Chorgeschichte war die Beteiligung an der Kanonisationsmesse des Hl. Johannes aus Dukla, die vom Papst Johannes Paul II in Krosno am 10. Juni 1997 zelebriert wurde. Der Chor „Echo“ hat zwei CD-s aufgenommen und veröffentlicht.
Zur Zeit zählt der Chor etwa 50 Mitglieder. Seit 1945 beteiligt sich der Chor an dem Polnischen Verband von Choren und Orchestern. Für die künstlerische Tätigkeit bekam der Chor folgende Auszeichnungen: Medaille der Nationalen Bildungskommission, Urkunde des Kultur- und Kunstministers, Goldene Auszeichnung des Verbands der Polnischen Lehrer, Goldene Auszeichnung mit Lorbeer des Polnischen Verbands von Choren und Orchestern, Auszeichnung für die Verdienten der Woiwodschaft Krosno und viele andere Urkunden und Pokale. Im Jahre 2006 erhielt der Chor den Preis des Vorkarpaten-Marschalls.
Chór
Echo |